Hallo liebe Unterstützer*innen, Nachbar*innen und Freund*innen des Wohnprojekts Vielsam,
wir gehen mit dem Newsletter in die nächste Runde. Vielleicht habt ihr euch auch schon gefragt: Wie funktioniert unser soziales Wohnprojekt? Und was ist das eigentlich? Das möchten wir euch gerne erzählen.
Wohnen neu denken
Ich persönlich hatte bis vor ein paar Jahren ein stabiles Vorurteil im Kopf: Alternative Leute, vielleicht ein bisschen Bio-Garten, ein bisschen WG-Flair, ein bisschen zerfledderte Haare – und das ist alles nicht ganz falsch. Aber eben auch nicht ganz richtig. Ein Wohnprojekt – unser Wohnprojekt – ist ein mutiger Versuch, Wohnen neu zu denken. Es bedeutet: Wir wollen nicht nebeneinander leben, sondern miteinander. Wir wollen Räume öffnen, in denen Gemeinschaft wachsen kann. Wir wollen Leben in unser Haus bringen. Und das meinen wir wörtlich: Unser Haus soll zeitweise ein Ort für die Menschen in der Umgebung werden. Wir wollen nachbarschaftliche Hilfe anbieten, Feste feiern, Workshops gestalten, Diskussionen führen, Menschen kennenlernen, eben wahre Gemeinschaft schaffen.


Warum ein Wohnprojekt in Bochum?
Wir möchten ein Zuhause sein – und ein Statement gegen explodierende Mietpreise, besonders hier im Ruhrgebiet. Ein Bericht des Mietervereins Bochum zeigt, dass die Mieten in den letzten 10 Jahren um fast 50% gestiegen sind. Neubauprojekte konzentrieren sich auf hochpreisige Segmente, während der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft. Der Wohnungsmarkt ist de facto für viele Menschen nicht mehr zugänglich. Wir versuchen dem etwas entgegenzusetzen: Als 1. Mietshaus Syndikat im Ruhrgebiet. Lasst uns die Stadt zurückerobern. Wenn wir es schaffen, können wir anderen helfen und es können weitere Projekte geschaffen werden.
Ich könnte noch viel mehr schreiben. Werde ich auch, aber erst in den nächsten Ausgaben. Spoiler: Da werde ich erklären, was ein Mietshaussyndikat ist. Wenn du Lust hast, Teil davon zu werden – als Unterstützer*in, Direktkreditgeber*in, Ideenspender*in oder interessierte/r Leser*in – dann melde dich gern bei uns.
Danke, dass Du uns begleitest.
Bleib neugierig – und bis zur nächsten Ausgabe!
❤️ Vera Recktenwald